Die Kladruber

Im Jahre 1579 gründete Kaiser Rudolf II in Kladrub, ca. 80 km östlich von Prag, ein “Hofgestüt” auf dem Gala-Zugpferde für den kaiserlichen Hof gezüchtet werden sollten. Der Alt-Kladruber wurde aus italienischen und spanischen Blutlinien gehttp://gestuet-marienhof.at/gut/zucht/zogen. Die Kladruber sind damit die älteste Kulturpferderasse in Mitteleuropa.

Neben dem rassetypischen Ramskopf legte man bei der Zucht besonderen wert darauf, elegante, großrahmige Pferde mit einer hohen Knieaktion zu züchten.

Die Kladruber wurden als Schimmel für den Kaiserhof und als Rappen für kirchliche Zeremonien gezüchtet.

An der Weiterentwicklung der Kladruberrasse beteiligten sich die Lipizzaner (v.a. der Stamm Favory) der Lusitanohengst Rudolfo und der Friesenhengst Romke. Hengstlinien der Schimmel: Generale, Generalissimus, Favory, Sacramoso, Rudolfo. Hengstlinien der Rappen: Sacramoso, Solo, Siglavy, Romke.

Die Gesamtpopulation der Rasse beträgt ca. 1100 Pferde, davon lebt ca. die Hälfte im Nationalgestüt Kladruby n.Labem, Tschechien. Heute bewähren sich die Kladruber nicht nur im internationalen Fahrsport, sondern auch auf Dressurturnieren, und sind als klassische Vertreter einer barocken Pferderasse auf vielen Pferdeshows zu sehen.
Unser Ziel ist es, Kladruber mit Lusitano zu kreuzen, um in diesem idealen Barockpferd zwei legendäre Rassen zu vereinen.

Lusitano

Obwohl der Lusitano seit Jahrhunderten als Stierkampfpferd gezüchtet wird, ist er heute besonders in der klassischen Dressur, in der Working Equitation, aber auch im Dressur- und Springsport vertreten.

Weltweit gibt es rund 10.000 eingetragene reinrassige Lusitanos welche vom portugiesischen Zuchtverband (APSL) registriert werden.

Der typische Lusitano ist ein mittelgrosses und quadratförmigesPferd, das erhabene und ausdrucksstarke Gänge zeigt. Er ist aufmerksam und gelehrig, und stellt höchste Ansprüche an seinen Reiter.